Berlin - Wenn die Wehrpflicht wegfällt, bedeutet dies auch das Aus für den Zivildienst. Gestern stellte Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) deshalb einen Gesetzentwurf für einen neuen Bundesfreiwilligendienst vor. Er soll zum 1. Juli 2011 eingeführt werden und den Zivildienst ersetzen. 35 000 Freiwillige will Schröder dafür gewinnen, dass sie das tun, was bislang die Zivildienstleistenden erledigen. Dauern soll der Bundesfreiwilligendienst im Durchschnitt ein Jahr, mindestens aber sechs Monate (wie der jetzige Zivildienst), höchstens zwei Jahre. Die Freiwilligen erhalten ein Taschengeld von maximal 324 Euro im Westen und 273 Euro im Osten. Übernommen werden von den Einsatzstellen zusätzlich die Kosten für Unterkunft und Verpflegung. Außerdem sind die Freiwilligen sozialversichert.
Quelle: Welt Online, 22.11.2010
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